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13.06.2026 Kategorie: Calvörde - Gemeinde, Johannes - Gemeinde, Kantate - Kästorf, Reislingen - Nachrichten, Ruehen - Nachrichten, Vorsfelde - Gemeinde

Am Sonntag die Seele baumeln lassen: im Garten

Wort zumTag des Gartens am 14. Juni 26, von Pfarrer Jörg Schubert

Liebe Leserinnen und Leser, 
am Sonntag, dem 14. Juni, ist der bundesweite Tag des Gartens. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag 1984 vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. mit dem Ziel die Bedeutung des Gartens und der Gärtnerei stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Ich gebe zu, ich bin kein großer Gärtner und habe nicht den sprichwörtlich grünen Daumen, aber ich beneide alle, die einen liebevoll gestalteten Garten mit bunten Blumen, schattenspendenden Bäumen und einer schönen Sitzecke als persönlichen Erholungsort haben.

Gott sei Dank haben auch wir einen kleinen wilden Garten, in dem ich sehr gerne auf unserer Hollywoodschaukel sitze und Tee trinke. Ich könnte mir auch vorstellen, in unserem Garten Obst und Gemüse anzubauen, wie mein Vater es früher gemacht hat, dem ich als Kind gern dabei geholfen habe, aber dafür fehlt mir aktuell die Zeit und Energie. 
Dabei müsste doch eigentlich in jedem von uns ein fleißiger Gärtner stecken, denn das, sagt die Bibel, ist unsere menschliche Bestimmung und es tut unserem Herzen und unserer Seele gut, zu erleben, wie die eigene Arbeit Frucht bringt.

„Als Gott Himmel und Erde machte“, heißte es in der Schöpfungsgeschichte „gab es noch keine Pflanzen, denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte. ... Da nahm Gott Staub von der Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. Dann legte Gott einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von Bäumen wachsen und ihre Früchte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen und übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen.“ (1. Mose 2,4-15)

Liebe Leserinnen und Leser, wenn mich am morgigen Tag des Gartens einer sucht: Ich bin in unserem Garten und nehme mir ein Beispiel an Gott, dem größten Gärtner aller Zeiten. Aber nicht, indem ich unserer Hecke den überfälligen Sommerschnitt verpasse, sondern indem ich auf unserer Hollywoodschaukel sitze und Tee trinke. Auch Gott ruhte bekanntlich am siebten Tag! Und die Seele mal baumeln zu lassen, geht im Garten besonders gut!

Ihr Pfarrer Jörg Schubert

Tee trinken im Garten, Bild KI generiert