Die Sehnsucht nach Afrika hat mich wieder in ihren Bann gezogen: Wildnis und Weite, prächtig funkelnder Sternenhimmel, die Freundlichkeit und Lebensfreude der Menschen am Fuße des Mount Meru in Nord-Tansania. Ich reise mit einer Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern in die geschichtsträchtige Gegend in Ostafrika, die die deutsche Kolonialzeit ebenso lebendig werden lässt wie den Einsatz Bernhard Grzimeks für die Tiere. Der Blick auf den schneebedeckten Gipfel des Kilimanjaro erinnert mich an die anrührenden Filme „Jenseits von Afrika“ und „Hatari“ sowie an die Dokumentation über die Lebensgeschichte von Margarete Trappe an den Momella Seen.
Die Schulen und Kirchengemeinden im Norden des Arusha-Nationalparks liegen am Rande der Massai-Steppe und sind nach dem Regen oft schwer zu erreichen. Erst in den letzten Jahren sind hier Partnerschaften nach Norddeutschland entstanden und gewachsen. Freundschaften ermöglichen gegenseitiges Lernen.
Laitayo und Paulo sind Pastor und Evangelist für die Massai. Sie fahren oft weite Strecken mit dem Motorrad durch die Steppe und laden die Massai zu Glaubenskursen ein, erzählen von Gottes Liebe, taufen Kinder und Erwachsene, bauen Kirchen. Die Gemeinden wachsen. Es gelingt ihnen, die frohe Botschaft Jesu Christi als eine befreiende, gute Nachricht zu predigen und mit den Menschen zu leben. Das ist eine echte Alternative zu dem Glauben an Geister und Dämonen.
Die Christen am Nordhang des Mount Meru sind der Motor der Gesellschaft. Und dies nicht nur in den Kirchengemeinden. Gebet und Bibellesung gehören auch in der Schule und im Alltag der Menschen ganz selbstverständlich dazu. Nahezu jede SMS beginnt mit einem geistlichen Gruß und endet mit einem Segenswunsch: Amani ya Mungu iwe nanyi - Der Friede Gottes sei mit euch.
In einer Grundschule besuche ich die Vorschul-Klasse, die in Tansania „Kindergarten“ heißt. Die 5-jährigen tragen Schulkleidung, wie alle Schülerinnen und Schüler - wenn die Familie das Geld für Hemd, Pullover und Hose aufbringen kann. Die Kinder sitzen zu zweit an Tischen. Heute morgen steht Rechnen auf dem Lehrplan.
In der Kirchengemeinde in Kimosonu, für die unsere Kirchengemeinde den Transport der Kirchenglocke bezahlt hat, ist inzwischen viel passiert: Der Glockenturm ist fertig und die Glocke läutet regelmäßig. Sonntags werden 3-4 Gottesdienste gefeiert. Die Kirche haben sie neu gestrichen. Für den Chor mit über 70 Sängerinnen und Sängern wurden Chorbänke gebaut. Die Solaranlage liefert Strom, ein Computerraum ist geplant. Aufbruchstimmung in Kimosonu!
Die christliche Gemeinschaft motiviert. Glauben bringt Hoffnung. Kirche und Schule schaffen Grundlagen in der Bildung und lassen die Menschen aktiv werden. Ich habe Hochachtung vor den Menschen, die trotz der widrigen Lebensumstände ihr Leben meistern und dabei lebensbejahend und fröhlich Gott loben und ihm von Herzen dankbar sind.
Die christliche Gemeinschaft motiviert. Glauben bringt Hoffnung. Kirche und Schule schaffen Grundlagen in der Bildung und lassen die Menschen aktiv werden. Ich habe Hochachtung vor den Menschen, die trotz der widrigen Lebensumstände ihr Leben meistern und dabei lebensbejahend und fröhlich Gott loben und ihm von Herzen dankbar sind.



